Franz Erinnerungen

Diese Seite wurde am 02.08.2022  erstellt und am 17.11.2022 zuletzt bearbeitet. Franz Pyringer versucht  Erinnerungen aus seinen Leben  in Laab zu veröffentlichen. 


Mit diesen Berichten aus meinen Leben will ich festhalten, wie sehr sich Laab in den letzten 80 Jahren verändert hat. Zu meiner Person: Franz  wurde am 29.01.1937 in Laab geboren. Nach Abschluss des Staatvertrages im Jahr 1955, war Franz der erste Laaber, der seinen Wehrdienst in der Kaserne Mautern ableistete. Seit 1963 mit Adelheid verheiratet, 2 Kinder Michael 1965 und Günter 1971. Im Dezember 1997 Herzinfarkt. Seit 2000 mit Hilfe von Dr. Netsch aus Liesing mit "heimatmuseumlaab.at" als 1. Laaber Webmaster im Internet tätig. Liebe Güsse an jene Laaber, die meine Aufzeichnungen verstehen und das Grüssen nicht verlernt haben. Die Fotoausstellung 100 Jahre Laab in N.Ö. der Laaber VP  im Kolomanisaal (17.09.2022), mit meinen Bildern, soll einen kleinen Überblick meiner Arbeit in den letzten 23 Jahren geben. Die Reihenfolge dieser Aufzeichnungen entsprechen nicht meinen Lebenslauf. Franz 17.11.2022


Franz und Kaufhaus Josef Stagl am Hauptplatz

Silvester 2005 hat Josef Stagl sein Kaufhaus am Hauptplatz für immer geschlossen. Links im Bild Ehepaar Litschka mit Josef Stagl

Silvester 2005

Unserem Kaufmann Josef Stagl

Am 31.Dezember 2005 um Mitternacht, schließt er – er hat sein Werk vollbracht. Wir bewundern seine Kraft, denn er hat Enormes geschafft. Bis „84“ hat er geackert, volle Tage – für seine Kunden, keine Frage. Ihm gebührt ein großer Ehrenpreis, von der Laaber Bevölkerung, wie jeder weis. Viele Kunden schätzen ihn sehr, denn er hat stets und bisher gesorgt für den Einkauf guter Waren, leider sind einige nach Breitenfurt gefahren. Warum weis man nicht, doch die Wahrheit dringt nicht ans Licht. Jedoch die Nahversorgung gibt’s nicht mehr, da sind doch alle traurig sehr. Doch der Herr Stagl hat seine Ruhe verdient, er möge sie nützen, wie es geziemt. Er soll freudig seine Pension genießen, das werden wir von ganzem Herzen begrüßen. Ich persönlich wünsche dir Glück und Frieden, bleib gesund und zufrieden, das sei dir beschieden. In aller Freundschaft verneige ich mich ehrenwert dein Kunde, Freund und alter Weggefährte Engelbert. Laab im Walde am 31. Dezember 2005 (Engelbert Litschka)

 
 

Franz und Laaber Trinkwasserleitung

Unter den Bürgermeister Dr. Peter Klar wurden die Rohre der Trinkwasserleitung erneuert. Es wurde auch eine neue Straßenbeleuchtung eingeführt. Die Fotos unten zeigen das neue Pumpenhaus an der Westeinfahrt von Laab mit Solaranlage und Gemälde von dem Künstler Vinko Debelak.

 
 

Franz und der Laaber Fasching.

Laaber Fasching 1993-2020

Diashow Foto 2011/Laaber Fasching 2011.wmv

 

Franz und die Bäckerei Fellner

Franz erinnert sich, dass er als Kind frisches Brot und Semmeln hier eingekauft hat. Es wurde täglich in der eigenen Backstube gebacken. Es wurden auch Zigaretten in einer Papiertüte einzeln verkauft. Mein Vater rauchte wochentags die 3er, am Sonntag gab es zur Feier des Tages die "Donau". Nach Auflösung des Bäcker Geschäftes wurden die  Räume am Sonntag Vormittag für Sparbucheintragungen der Raiffeisenkasse genutzt. Der Musikverein hat in den oberen Zimmern geprobt. Heute stehen an dieser Stelle Jugendwohnungen 1985.

 
 

Franz und Laab mit Kindergarten, Kloster BHS, Nahversorger, Spielplatz, Firmung & Kirchenchor.

 Spielplatzeröffnung Pfarrgarten 2006 mit Johanna Mikl Leitner

Spielplatzeröffnung 2006

Nahversorger 2008 mit LH. Erwin Pröll

Links: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Rudi Niederreiter

 

Firmung 2009 mit Kardinal Christoph Schönborn

Der Kardinal hat mit mir im Kolomanisaal gesprochen und mir Mut gemacht. Liebe Grüße an unseren Pfarrer Dr. Gerhard Gansterer. Franz

Diashow Foto 2010/Firmung 2009.wmv

Gansterer Gerhard 2002

 

Laaber Kirchenchor

Chorleiter Rudolf Aschauer hat mich eingeladen das Laaber Adventsingen zu "Fotografieren". Danke für die Einladung. Franz

Adventsingen 2000

Diashow Foto 2012/Aschauer Rudolf 2012.wmv

 

 

 

Kloster Barmherzige Schwestern

Was wäre Laab ohne Kloster der BHS? Sie haben in Laab Geschichte geschrieben. Bei kirchlichen Festen der Laaber Pfarre waren die Schwestern mit einer Abordnung immer dabei. Die ehrwürdigen Schwestern hatten auch eine Landwirtschaft mit einer Wirtschaftsschwester. Sie hielten Rinder (Milchwirtschaft) und Schweine. Die Produkte wurden  an das Mutterhaus in der Gumpendorferstraße geliefert. Franz war auch Ministrant zur Frühmesse im Kloster. Nach der Messe gab es immer Kuchen und Kaffee in der Küche.  Ich erinnere mich gerne an den Pfingstmontag, da waren die Laaber Musikanten zum Auftakt des "Anschlagens" zu Gast.

Foto links: Im Jahr 1870 haben die Barmherzigen Schwestern die Kaltwasseranstalt übernommen.

Kloster 2002

Foto rechts: Kapelle im Wirtschaftshof BHS

Pfingstmontag mit dem Laaber MV:

Diashow Foto 2010/Pfingstmontag 2010.wmv

 

Kloster 1998

Kloster 1950?

Innenraum der Kapelle


Laaber Kindergarten

Kindergarten im Pfarrhof und Ehrwürdige Sr. Imtrudis

   

Kindergarten 1994

Franz war bei vielen Ereignissen im Laaber Kindergarten dabei.

 

Kindergarten 2006: Martinsfest 2006

Kimdergarten Laternenfest: Filme 2008/Laternenfest 2008.wmv


Franz und sein Wehrdienst beim Bundesheer 1957

Franz war mit Othmar Pacher und Karl Obrovsky der 1. Laaber der unter dem Bürgermeister Josef Weissenberger, zum neuen Bundesheer nach dem Staatsvertrag 1955 eingezogen wurde. Ich war in Mautern als Funker stationiert. Abgerüstet habe ich als Gefreiter der Reserve. Ich habe ich in dieser Zeit vor Langeweile mit dem Rauchen begonnen. Smart Export war meine Hausmarke. Im Jahr 1997 hatte ich einen Herzinfarkt. Der Arzt im Krankenhaus Mödling hat mir damals nach meinen Erwachen empfohlen, das Rauchen auf zu geben. Seither bin ich rauchfrei, bestimmt auch ein Grund dass ich nach 25 Jahren ab diesem Ereignis noch lebe und diese Zeilen schreiben kann.


Franz und Laab mit alten Ansichten, Polizei, Feuerwehr, Forstamt, Sportplatz Katzen und Arzt.

Laab Ansichten 1870 -1950.wmv

Diashow Katzen Fuzi & Mozi 2010.wmv

 

In dem Laaber Haus Nummer 44 war einmal eine Polizei Station und eine Gendarmerie Station unter gebracht. Während des 2. Weltkrieges gab es auch einen Polizisten König mit Pickelhaube, der im Kloster sein Büro hatte. Er sammelte die amerikanischen Soldaten ein, die nach Abschuss von ihrem Flieger mit ihren Fallschirmen in Laaber Wald landeten. Die Radierung rechts mit der Statue des Hl. Florian hat ein Patient der ehemaligen Lungenheilstätte Laab angefertigt. Frau Buti aus der Franz Wernhartstraße hat es mir zur Verfügung gestellt. Die Statue des Hl. Florian befindet sich jetzt in der Weiss-Kapelle.

Das Laaber Forstamt unter Oberförster Franz Schmuck in der Forsthausgasse. Hier konnten sich die Laaber einen "Waldzettel" holen. Sie hatten damit die Erlaubnis aus dem Wald dürre Äste und Kleinholz mit einer Kraxe oder Karren nach Hause zu transportieren. Oberförster Schmuck beklagte sich immer wieder, dass auch Meterholz gestohlen wurde. Es war dies die Zeit in der der Wienerwald von den Wienern gesäubert wurde. Viele Laaber hatten keine andere Möglichkeit mit diesem Holz im Winter in einer warmen Wohnung zu leben.


Franz und der Laaber Bach am Hauptplatz wird fortgesetzt

Weissenberger Brücke vor der Verrohrung

Bauarbeiten Laaber Bach 1960

Steg über den Laaberbach damals Hauptplatz nach Beendigung der Bauarbeiten

Hauptplatz 2005 Hl. Nepomuk mit erhobenen Zeigefinger

Hauptplatz 2005 mit Dorfbrunnen und Imbissstube Josef Stagl

   

Freiwillige Feuerwehr Laab

Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr

 

Die Freiwillige Laaber Feuerwehr ist für mich ein Eckstein der Laaber Geschichte. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1899 gegründet. Mein Vater war im Krieg und nach dem Krieg Schriftführer. Er hat bei einem Waldbrand im 2. Weltkrieg nahe der Tiergartenmauer  mit der Trompete Alarm geblasen. Auch ich bin zum Brandherd gerannt und wollte helfen. Soldaten haben mich nach Hause geschickt. Der Brand wurde vermutlich durch eine Fliegerbombe ausgelöst. Der  FF Hauptmann Robert Ulm hielt seine Sitzungen in unserer Küche ab. Ich durfte dann mit einer "Kurrende", ein Zettel mit den Namen der Mitglieder, zu einer Übung oder einer Sitzung einladen. Im Gebäude der Feuerwehr war auch ein alter Handpumpenwagen untergebracht. Aus Platzgründen wurde er an ein Museum abgegeben. Meines Wissens war die 1. Feuerwehrfrau (Sabine A.) in Österreich bei der Laaber FF gemeldet. Franz ist Ehrenmitglied der Laaber Freiwilligen Feuerwehr. Die Laaber Feuerwehrjugend mit ihren Betreuern war immer aktiv. Bravo!

Diashow Foto 2011/F-Jugend 2011.wmv

 

Foto links: Gründungsurkunde 1899 FF Laab

Mitgliedsausweis Franz Grabenbauer 1949. Er war der Liebe wegen nach dem Krieg in Laab hängen geblieben und eine Stütze der Feuerwehr. Er betreute die tragbare mit Benzin laufende Saugpumpe. Bei Übungen und Einsätzen war er immer dabei.

Der FF Heurige vor dem Gebäude der Feuerwehr war immer gut besucht. Es gab Schmankerln aus der Küche der Feuerwehr Frauen. Im Bild Johann Pillwax und Leo Baumann.

Laaber Feuerwehr und Franz von 2000-2009  *Laaber Feuerwehr

...und wer kann sich noch an diesen jungen Mann erinnern?...

Mannschaft 08.10.2000


Franz und der Rauchfangkehrer

In Laab gab es damals so genannte schliefbare Kamine. Über den Herd in der Küche war ein Blechtürl, da stieg der Rauchfangkehrer Leoni aus Kaltenleutgeben ein und kratzte mit einer Kelle den Russ im Rauchfang ab. Meine Mutter durfte dann die Sauerei in der Küche aufräumen.

Foto rechts: Laaber Bauernhaus mit schliefbaren Kamin

 

Franz und Sportplätze in meiner Jugendzeit in Laab.  Es gab keinen Sportplatz auf dem wir ungehindert Freizeitsport treiben konnten. Auf der Wasserleitung und am Kreuzfeld durften wir nach Einbringung der Gräser Fußball spielen. Allerdings mussten wir aufpassen dass uns die Schnellerin oder Maxl nicht mit Stecken und Sense vertrieben. Den Wintersport auf den Zankl Rahm mit Skiern und in der Klostergasse mit der Rodel konnte die Laaber Jugend ungehindert erleben. Bei guter Schneelage war der Zankl Rahm ein Tummelplatz für die Laaber Schifahrer. Es gab auch eine selbst gebaute Sprungschanze. Meine Weite betrug 14 m, allerdings mit Sturz und Gehirnerschütterung. Ich habe es überlebt.

Links: Ein Foto nach einem Spiel auf der Wasserleitung

Foto oben: Nach einem Spiel am Kreuzfeld

Autobus und Arzt

Franz erinnert sich:

Vor der Laaber 1. Sommerfrische Villa 1894 Nr. 69 befand sich die Endstation der Postbus Verbindung nach Mauer. Von dieser Station fuhr ich von 1947 bis 1951 in die Hauptschule nach Mauer. Der Bus war damals schon etwas größer. Im Basch Haus befand sich auch eine Ordination des Breitenfurter Arztes Dr. Bruno Sieder. Er fuhr mit einem Steyr Baby  zu den Patienten.

 

Franz und Laab mit Betrieben, Wirtshäusern und Geschäften.

Viele Laaber und Breitenfurter fanden damals im Sägewerk Krammer und in der Zimmerei einen guten Arbeitsplatz. Die Firma Krammer und die Wr. Gebietskrankenkasse waren damals die größten Arbeitgeber im Dorf. Gerne erinnere ich mich Heinrich Nirschl, er hatte nur einen Fuß, der in einem Kammerl des Sägewerkes die Bandsägeblätter meine Vaters lötete und scharf machte. Im Jahr 1946 wurde der 1. Laaber "Sagschartenball" unter Lambert Krammer vom Musikverein abgehalten.


Es gab in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg noch 4 Holz verarbeitende Kleinbetriebe:

Die Wagnerei Franz Pyringer, die Tischlerei Lechner auf der Petersiedlung, die Tischlerei Frenslich Dadi neben dem Friedhof und die Tischlerei Leo Baumann vis a vis vom Gasthaus Nirschl

Die Schmiedewerkstatt und Schlosserei der Familie Anton und Hans Kunz in der heutigen Hoffeldstraße. Hier wurden die Laaber Pferde und Ochsen beschlagen. Es gab auch ein Holzgestell in dem die Ochsen und Pferde gestellt wurden, damit der Schmied ungestört arbeiten konnte. Franz erinnert sich noch an das Wagenradscheiben zur Schmiede damit ein Reifen aus Eisen auf die Holzräder auf gezogen wurde.

Es gab auch eine Schneiderwerkstatt mit Karl Nirschl. Franz hat sich damals seinen 1. Jugendanzug anmessen lassen. Der Schneider Nirschl hat auch Damenkleider genäht.

Der Glasermeister Josef  Lang hatte im rückwärtigen Teil der Greisslerei Lang seine Werkstatt.

Die Hebamme Frau Kraus wohnte im Elferhaus und war bei meiner Geburt 1937 dabei.

Der Flickschuster Pitzelberger arbeitete im 33er Haus. In der Waldsiedlung werkte der Fuchs Schuster. Sein Schuster Stockerl befand sich in der Küche des Hauses.
Drei Gemeindearbeiter, Herr Lehner, Herr Matzinger und Herr Frenslich waren für die Reinigung der Laaber Straßen verantwortlich. Ihr Werkzeug bestand aus Besen, Schaufel und Scheibtruhe. Bei großen Schneefall wurde ein Holzpflug mit einem sechser Pferdegespann eingesetzt.

Der Fleischhauer Rudolf Nimmerrichter aus Wolfsgraben verkaufte am Samstag Fleisch und Wurst in Laab. Er hatte mit den Laaber Bauern eine gute Verbindung.

Kindergarten im Pfarrhof und Ehrwürdige Sr. Imtrudis

 

 

Wallbergerhütte. Viele Laaber besuchten damals die Wallbergerhütte zum Mittagessen. Die Hütte war auch ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener. Sie kamen über Mauer und dem Gütenbach nach Laab. Der Kirtag auf der Alm veranstaltet vom Laaber MV war immer gut besucht. Der Roppersberg 510m war im Winter bei guter Schneelage für die Laaber und Gäste ein Begriff. Franz erinnert sich gerne die Schussabfahrten von der Hütte bis zum Vanas-Haus. Die letzte Veranstaltung war ein Sonnwendfeuer, fand im Jahr 1965 statt. Der Pächter der Hütte war damals der "Karl Wirt", heute hat er in der Ketzergasse, Brunnerstraße sein Hotel. Seit 1965 ist in der Hütte kein Betrieb mehr. Der Speisesaal der  Wallbergerhütte  ist unter der Schneelast  2006 zusammen gebrochen.
   

 

Gasthaus Johann Koch. Ein Kellerlokal. Ein Laaber Schachklub hatte hier seinen Sitz mit Johann Koch. Später Kukuruzbar mit Wurlitzer. Das Gasthaus erlangte traurige Berühmtheit wegen einem Todesfall vor der Tür des Gasthauses. Hier hatte Franz sein 1. Erlebnis mit dem Fernsehen. Gegen ein Entgelt von 1 Schilling durfte man die Nachrichten und einen Film anschauen. Es gab auch Tanzveranstaltungen im Garten mit dem Laaber MV.

Links: Die Kukuruzbar 1960 mit Wurlitzer.

Der Besitzer war damals mit dem Namen "Kuckuck" unter den Laabern ein Begriff.

Gasthaus Franz Höflich

Die Laaber besuchten gerne das Gasthaus zum Frühschoppen und zur abendlichen Plauderstunde dieses Lokal. Es war auch der Treffpunkt der Sparverein Einzahler und der Pensionisten. Viele Wanderer und Kräuter Sammler hielten Einkehr wegen der guten Speisen im Gasthaus. Franz Höflich betrieb im Hof auch eine kleine Landwirtschaft.

Die Tanzkapelle vom Laaber Musikverein spielte im "Höflichsaal" zu Tanzveranstaltungen und Konzerten. Der "Höflichsaal" im Garten des Anwesens, war nach dem Krieg der Treffpunkt vieler Laaber für Unterhaltung und Tanzvergnügen. Essen und Getränke mussten über den Hof in den Saal getragen werden. Nach einem Brand wurde das Gasthaus an der Hauptstraße abgerissen und ein neues Gebäude mit Fremden Zimmer errichtet. Das Gasthaus wurde im Jahr 2010 geschlossen. Nachstehend ein Filmchen zur Erinnerung an das Gasthaus.

Diashow Foto 2010/Hoeflich_2010.wmv

Gasthaus und Hotel Josef Weissenberger

Im Saal des Hotels hatte ich mein erstes Kino Erlebnis. Während des 2. Weltkrieges gab es an Samstagen eine Filmvorführung. Manchmal durfte ich mit meinen Eltern einen Film anschauen. (Geierwalli). Für mich war aber nur die Wochenschau von Interesse. Da hat es gekracht, geblitzt und geraucht dass die Fetzen flogen. Und die Deutschen Soldaten eilten von Sieg zu Sieg. Damals konnte ich noch nicht erkennen was Werbung ausmacht. Im Gasthaus  neben dem Hotel durfte ich für meinen Vater das Sonntagsbier holen. Da war immer die Frage, hat er gut eingeschenkt oder nur "Fam" geliefert. Das Gasthaus wurde 1945 geschlossen und die Russen zogen in die Wirtschaftsgebäude ein.

Gasthaus Raimund Nirschl

Das Gasthaus Nirschl ist in meiner Erinnerung mit vielen schönen Erlebnissen verbunden. Vor allem ist das gemauerte Gewölbe der Schankstube ein Zeugnis  für das Alter des Hauses. Viele Familienfeste und Weihnachtfeiern mit dem MV und der FF werde ich nicht vergessen. Das Lokal war auch ein beliebtes Einkehr Gasthaus für Wanderer. An der Ostseite des Gebäudes war lange Zeit  die Aufschrift "Gasthaus zum grünen Baum" zu lesen. Gasthaus Stauder hat mit dem guten Geist der Tochter Hermine zu tun. Der letzte Besitzer und Wirt war die Familie Unger. Seit dem Jahr 2019? ist das Gasthaus geschlossen. Fremdenzimmer kann man anmieten.

Der Pfarrer Preyer hat dieses Haus in einem Aquarell als Laaber Kulturdenkmal festgehalten.

 

 

Foto links: Laaber Hof 2018. Eine kleine Auswahl der Veranstaltungen im Laaber Hof:

Laaber Hof 2008

Laaberhoffestl 2008 17.03.2008

Chili Cell 2009

Weihnachtsfeier FF 19.12.2005

Senioren Adventjause 01.12.2016

Müller'Cafe.

Cafe gegenüber vom Laaberhof. Eine Treffpunkt der Laaber Jugend. Das Cafe ist leider geschlossen. Jetzt werden Andenken und schöne Dekorierungen angeboten.

Erinnerungen:

Müller's 6.12.2005

Müller's 27.2.2006

Müller's Gschnas 2009


Franz und der Laaber Musikverein.
Der Musikverein wurde im Jahr 1946 mit den Herren Alois Tragfeit und Lambert Krammer gegründet. Noten lesen lernte ich bei einer Geigenlehrerin in Mauer. Das Geigenspielen war nicht meine Sache, also ging ich in den Stadel vom Loisl und lernte das Blasen auf einer Posaune.  Im Jahr 1951 war ich auf einer Konzertreise des Vereines nach Italien dabei. (Verona, Padua und Venedig)

Franz der 3. von links war in Venedig dabei

Alois Tragfeit

Mit diesem Ausweis konnte ich damals über die Demarkationslinien in Österreich reisen.

Gruppenfoto vom Verein mit Alois Tragfeit, Franz, Josefine und Rudi Aschauer. Franz war damals Kassier. Viele Mitglieder sind heute nicht mehr unter uns..

 
 
 

Franz und der Umgang (Fronleichnam) damals in Laab

Es war dies ein großes Ereignis für die Laaber.

Schon zeitig am Morgen ging es los. Da wurden kleine Birkenbäume am Weg der  Prozession und vor den Altären  eingegraben. Drei Altäre waren Fixpunkte: Die Pestkapelle 1809, die Weiss-Kapelle und der Rosalia Bildstock. Der 4. Altar war im ehemaligen Tragfeit Haus, in Wegscheider Haus und im Gemeindeamt. Der Umgang war in Laab ein gesellschaftliches Ereignis. Die neu angeschaffte Kleidung der Damen und Herren wurde ausgeführt. Feuerwehr, Kirchenchor und Musikverein rückten aus. Der Mesner Leopold Freywagner sorgte für Ordnung in der  Prozession. Zuerst der Fahnenträger (Embacher Muckl), Kindergarten, eine Abordnung der BHS vom Kloster, die Himmelträger mit dem Allerheiligsten waren ausgesuchte alte ehrwürdige Herren mit rotbraunen Umhang aus Laab. Die Windlichtträger gingen neben dem Himmelträgern. Dann kamen die Gemeindeherren mit Bürgermeister Josef Weissenberger und die Männer aus Laab.  Am Ende des Zuges durften sich die Frauen einreihen. Nach der Prozession war Einkehr in den Gasthäusern angesagt. Es gab Würstel und Bier auf Kosten der Gemeinde.

Das Foto links soll an der Lehrer Mlineritsch und 3 wohlbekannte Laaber Buben erinnern.

Umgang damals Powerpoint: https://www.laab-heimatmuseum.at/Diashow%20Foto%202013/Umgang%20in%20Laab.ppt

Fronleichnam Doku aus Laab mit Kirchenchor unter R. Aschauer:

Fronleichnam 2000

Fronleichnam 1911

Fronleichnam 2002

Fronleichnam 2003

Fronleichnam 2004

Fronleichnam 2005

Fronleichnam 2006

 

Fronleichnam 2007

Fronleichnam 2008

Fronleichnam 2015

Fronleichnam 2016

Fronleichnam 2017 15.06.2017 htm

Fronleichnam 2018

Fronleichnam 2019

Fronleichnam 2020

 

Umgang 1960 in der Hoffeldstraße (mit Karl Madl, Josef Krammer, Heinrich Kirchdorfer, Josef Stagl & Laaber Bürger)

Umgang in der Hoffeldstraße mit Kindern und Kirchenchor


Franz und die Pfarrkirche St. Koloman

So habe ich noch die Pfarrkirche als Ministrant erlebt. Das Altarbild zeigte den Hl. Koloman, das Kommuniongitter, hier empfingen die Gläubigen kniend die Hl. Kommunion, 2 Seitenaltäre (Marienaltar und Hl. Josef Altar) Auf der linken Seite haben die Frauen Platz genommen, rechts die Männer.  Wegen der Seitenaltäre gab es nur 3 Fenster an der Südseite. An jeden Tag der Woche wurde um 7 Uhr eine stille  Hl. Messe gelesen. An Sonn und Feiertagen gab es um 9 Uhr eine Festmesse mit Orgel und Gesang der Gläubigen. Die Sonntagsmesse begann mit der Verlesung des Evangeliums und einer Predigt mit Pfarrer Franz Wernhart von der Kanzel. Dann wurde eine Segnung der Kirchenbesucher vor genommen. (Aspergis me?) Jetzt begann die hl. Messe, in lateinischer Sprache, die Ministranten antworteten in Latein. Der Mesner Leopold Freywagner sammelte Geld mit dem Klingebeutel. Mit einem Dank sei Gott (Deo gratias) war dann die Messe zu ende. In der Kirche gab es keine Heizung. Manchmal konnte man den Raureif an den Wänden sehen. Das "Zusammenläuten" mit Glockenstrick am Beginn der Messe war die Aufgabe der Ministranten. Das Ratschengeld und die Ostereier wurden von Pfarrer Wernhart als Lohn für das Ministrieren gerecht aufgeteilt. Franz wurde in der Pfarrkirche getauft, erhielt die 1. Hl. Kommunion 1946 und wurde von Kardinal Innitzer anlässlich einer Visitation in St. Koloman gefirmt. In der Zeit mit Pfarrer Wernhart gab es einen Kirchenchor mit Frau Fuderer (Orgel), Cäcilia Fachathaler, Frenslich Dadi (1.Violine), Leopold Freywagner, Alois Tragfeit (Posaune), Franz Aschauer,  Rosa Fachathaler (Alt) und viele andere Laaber deren Namen ich vergessen habe. Ein "Hochamt" mit dem Chor war ein schönes Erlebnis für mich.

 In Erinnerung an den Laaber Pfarrer Franz Wernhart 1879- 1954

Pfarrer Franz Wernhart 29.01.1879-22.11.1954 Grabstätte Kloster BHS

Laabensium  ab 1638  mit Pfarrer Franz Wernhart im Pfarrhof St. Koloman

Links: Parte Franz Wernhart 1954

 

Franz und die Laaber Landwirtschaft um 1945

23 Laaber Bauern und Landwirte nach meiner Erinnerung um 1945: Höflich Franz, Madl Karl, Pillwax Max, Lausenhammer Georg, Lausenhammer Johann, Pyringer Franz. Rauchberger August, Lichtblau Karl, Baumann Rudolf, Salzer Rudolf, Polzer Franz, Högn Franz, Högn Georg, Woltran Geschwister, Kloster BHS, Podingbauer Silvester, Nachfolger von Podingbauer Familie Taus? Aschauer Josef,  Weissenberger Johann, Fischlmayr Emmerich, Stagl Josef, Tromayer Franz, Weissenberger Josef. Die Bauern am Roppersberg: Anna Vanas, Familie Schmatz und Wallner. Schafzüchter Markus Aschauer ist neu.

Viele Laaber haben damals auch eine Kleintierhaltung betrieben. Hasen, Hühner und Ziegen wurden in kleine Ställen gehalten, um das Sonntagsessen zu einem Erlebnis zu machen. Ein Schrebergarten in der Franz Wernhartstraße war für viel Laaber die Basis für Gemüseanbau. Es gab im Lacinahaus mit einen Ziegenbock für die Laaber Ziegen. Der hat mit seinen "Duft" ganz Laab beglückt. Natürlich gab es auch Katzen und Hunde. Die Katzen wurden im Kuhstall mit einer Schüssel kuhwarmer Milch gefüttert, die restliche Nahrung wurde durch Mäuse fangen abdeckt. Die meisten Hunde hingen an der Kette vor ihrer Hundehütte. Sie sollten unliebsame Besucher durch ihr Gebell vertreiben. Cäsar und Whiskas hat es damals noch nicht gegeben. Streunende Hunde und Katzen gab es natürlich auch in Laab.

 

Mein Elternhaus  Innenhof 1957

Heuernte mit Rossfuhrwerk (Fischlmayr)

Die Laaber Bauern lebten damals von Viehzucht und Ackerbau. Die Viehzucht bestand aus Milchwirtschaft und Schweinezucht. Hin und wieder wurden auch Kälber von den Fleischhauern abgeholt. Die Milch aus Laab und Wolfsgraben sammelte  Karl Achatz auf einer Verladebühne neben der Postgarage. Die Schärdinger Molkerei holte sie zur Weiterverarbeitung ab. Die Landwirte fütterten auch Schweine für den Eigenbedarf und für den Verkauf. Die Fleischhauer aus der Nachbarschaft holten sie ab. (Nimmerrichter, Trinkl und Happel).  Der Ertrag vom Verkauf war ein wichtiges Zubrot für den Erhalt der Familie. Es wurden unsere Weihnachtsgeschenke damit finanziert. Der so genannte "Sautanz" war ein wichtiges Ereignis für unsere Familie und für die Nachbarschaft. Es wurden Blunzen und andere Würste aus den Gedärmen vom  Schwein hergestellt. Es gab fast keine Abfälle, die Hornzehen wanderten in den Mistkübel. Das Fleisch wurde gesalzen und in einem Bottich als "Surfleisch" zum Selchen aufbereitet. 

Der Ackerbau bestand aus Getreide und Hackfrüchten. Das Getreide wurde geschrotet und als Zubrot für Rinder und Schweine verwendet. Die Polsterer Mühle in Kaltenleutgeben lieferte im Tausch Mehl für den Hausgebrauch. Das Getreide (Roggen und Weizen) wurde von Hand gemäht, zu Garben gebunden und als Manderln im Acker aufgestellt. Nach Trocknung des Getreides wurde es mit dem Ochsengespann ins Haus gebracht und im Stadel zwischen gelagert. Der Dreschertag im Stadel war Erlebnis besonderer Art. Viele Nachbarn kamen um zu Helfen. Meine Mutter hat groß auf gekocht. Viele Helfer waren notwendig um das Stroh und die Getreidesäcke an die richtige Stelle zu bringen. Das Getreide wurde zum Trocknen am Dachboden flach ausgeschüttet. Die Dreschmaschine wanderte von Hof zu Hof und wurde mit einem Dieselaggregat angetrieben. Meine Eltern verkauften auch Eier und Mich an die Laaber. Eine "Kundschaft" wird mir immer in Erinnerung bleiben. Diese Frau erzählte immer die Neuigkeiten über Laab. Da konnte man hören, wer in Laab mit wem ein "Pantscherl" hatte. Für mich waren diese Nachrichten nicht bestimmt, meinen Teil habe ich mir schon dabei gedacht.  

Kartoffeln und Rüben war eine wichtiger Anbau für die Laaber Bauern. Die Erdäpfel wurden in 2 Gruppen eingeteilt. Da gab es die "Sau Erdäpfeln" für die Schweine und die "Siglinde" für die Familie. Beide Sorten wurden im Keller nebeneinander gelagert. Im Speiseplan meiner Mutter waren die die Kartoffeln eine wichtige Beilage. Einmal die Woche gab es "Kranzel Dürre" vom Greissler Lichtblau,  ein Fest für uns Kinder. Bei den Greisslern Lichtblau und Lang konnte man auch neben Wagenschmiere und Petroleum auch die Gewürze für Würste die beim Sautanz benötigt wurden, einkaufen. Der Rübenbau war für mich mühselig. Das Hacken und Vereinzeln war nicht meine Sache. Die Rüben wurden zur Aufbesserung der Schweinefütterung verwendet.

Fotos und Berichte von 3 Laaber Bauernhöfen aus meinen Aufzeichnungen.

Bauernhaus am Plattenberg 2000

Bauernhaus in der Hauptstraße 2000 

Bauernhaus Max Pillwax 1993

 
 

Franz und das Lazarett

Franz erinnert sich an die Deutschen Soldaten ohne Beine und Arme, die sich von den Kriegserlebnissen in Laab erholt haben. Damals wurde mir bewusst welche Schäden ein Krieg anrichten kann.

Foto links: Mein Bruder Erwin, Feldwebel Koppensteiner und meine Wenigkeit 1943 vor dem Verwalterhaus im Lazarett. Meine Familie hatte damals guten Kontakt mit dem Betreuungspersonal vom Lazarett.

Eine Erinnerung will ich hier noch festhalten. Es gab während des 2. Weltkrieges am Weinpotz (Petersiedlung) eine Scheinwerfer Station. Von diese Station wurde der Nachthimmel nach feindlichen Flugzeugen abgesucht und angestrahlt, um der Flakstation am Maurer Berg den Abschuss zu ermöglichen. Der Nachthimmel wurde von den vielen Stationen in der Umgebung angestrahlt, ein Schauspiel, das ich nicht vergessen werde. Besonders dann, wenn sich die Strahlen auf einen Punkt im Zenit trafen. Bei Fliegeralarm durfte man das Haus nicht verlassen, da Laab im Einschussbereich der Maurer Flak stand und rundum Splitter einschlugen.

 

Ein Foto aus dem Archiv von Ottilie Arlt. (Ganz rechts) Frau Maria Zvonarich konnte ich erkennen. Frau Rubey hat mir dieses Foto zur Verfügung gestellt. Franz


Der 2. Weltkrieg war für mich am 6. April 1945 zu Ende. Damals kamen die Russen über das Hochstöckl lautlos nach Laab. Es ist kein Schuss gefallen.  Meine Mutter hat eine Gruppe freundlicher Russen bewirtet. Später kam das Fußvolk, der Russen mit Ura, Ura is? Die haben gestohlen wie die Raben. Ein Russe zeigte mir seine linke Hand, sie war bis zur Schulter mit gestohlenen Armbanduhren bestückt. Fahrräder und Uhren waren beliebte Beutestücke der "Befreier".

Die Kriegsgefangenen Russen und die Besetzer Russen waren immer sehr freundlich mit uns Kindern. Sie haben mit uns gespielt und Süßigkeiten verteilt. Vermutlich haben sie diese Naschereien irgendwo gestohlen.

Die Russen "Hausten" von 1945 bis 1947 in diesen Gebäuden. Als Nachbarkind hatte ich viele Erlebnisse mit den Besetzern. Vor allem ist mir das Fluchen und das Schnapsbrennen aus Kartoffeln in Erinnerung geblieben. Wenn ich damals besser aufgepasst hätte, könnte ich heute vielleicht russisch sprechen. Ich habe mir leider nur die Fluchsprüche gemerkt.

 Nach Reinigung und Restaurierung der Gebäude wurde nach 1947 eine Lungenheilstätte der Krankenkasse eingerichtet. Viele Laaber hatten darin einen guten  Arbeitsplatz  gefunden. Im Jahr 1985 wurde ein neues Gebäude errichtet.

Rehab Laab (PVA) 2001

 

Mein Erlebnis in den letzten Kriegstagen April 1945: Damals waren deutsche Soldaten bei uns einquartiert. Ein Soldat zeigte mir eine Handgranate und sagte: Mich erwischt der Iwan nicht, er legte die Granate an seinen Kopf und deutete das Auslösen der Zündschnur an.  Die Soldaten waren in der  Nacht über den Lainzer Tiergarten abgezogen. Am nächsten Morgen  fand ich die Handgranate im Laaber Bach und zeigte sie voller Stolz meinen Eltern. Meine Eltern waren fassungslos. Was wäre gewesen, wenn ich als 8jähriger Junge an der Zündschnur gezogen hätte?


Franz und die Zeit in der Laaber Volksschule

Vom Jahr 1943 bis 1947 besuchte Franz die Laaber Volksschule. Es gab damals 2 Klassenzimmer, 1 Lehrerzimmer. 1 Zimmer für Lehrbehelfe und ein WC im oberen Stock. Ebenerdig war die Wohnung des damaligen Schulleiters Günther Riedl. Die Klassenzimmer waren in Schulstufen eingeteilt. 1. Klasse Stufe 1-3, 2. Klasse Stufe 4-8. Meine erste Lehrerin war Frau Sakrawa aus Rodaun, sie hat mich von einem Linkshänder zu einem Rechtshänder umerzogen. Das Staberl der Lehrerin und ein Schlag auf meine Finger hat dies bewirkt. Unsere größte Freude war dann gegeben, wenn die Sirene einen Fliegeralarm verkündete, dann durften wir nach Hause laufen.. Wir saßen damals auf  Schulbänken mit klappbaren Pult und Tintenfass. Die Schule hatte damals eine Uhr und ein Glockenwerk, das anzeigte, was es geschlagen hat. Mein Sohn Michael (1965) war der letzte Laaber der mit seinem Jahrgang die Volksschule 1971 besucht hat.  Seither gibt es keine Volksschule in Laab

Volksschule 1945 Ansicht von Westen Obstplantage Alois Tragfeit. Heute Kiga 1994

Volksschule 1914 Tafel im Gebäude

Laaber Volksschule 1934

Links: Laaber Volkschule Gruppenfoto mit Lehrerin Hazmucka und Lehrer Holzmann. Aus dem Jahr 1950

 Vorne in der Mitte meine Schwester Wilma (1942)sie hat mir geholfen. Ein Foto aus meiner Volksschulzeit habe ich nicht gefunden. Franz

Die damalige Volksschule und das Laaber Gemeindeamt 1982 mit Uhr in der Schulgasse.

Volksschule Dachboden 2004


 Franz und seine Erinnerungen... Laaber Postamt.
Das Postamt befand sich vor dem Krieg und nach dem Krieg in der heutigen Hauptstraße Nr. 18. Das Postamt hatte auch am Sonntag von 9 Uhr bis 10 Uhr geöffnet. Da konnte man eine Wochenkarte für den Schulbesuch mit dem Postbus nach Mauer kaufen. Im Vorraum des Amtes befand sich die erste öffentliche Telefonzelle. Es was eine schalldichte Holzkiste. Die Verbindung stellte Frau Nimpfer mittels Stöpselschaltung her. Man konnte am Schalter auch Einzahlungen am Schalter an das Finanzamt erledigen. Es gab wenige Telefonanschlüsse in Laab. Max Pillwax der Holzhändler hatte die Nr. 3. Die Leitungen wurden von den Häusern mit Masten an das Postamt geleitet. In kalten Nächten haben diese Drähte auch "gesungen". Das Eingangsportal wurde von der Zimmerei Krammer hergestellt.


Die Laaber Trinkwasserleitung 1928 wurde unter Bürgermeister Georg Högn wegen der Verseuchung der Laaber Dorfbrunnen gebaut. Es gibt auch einen Hochbehälter mit Trinkwasser im Lainzer Tiergarten.  Die Laaber Trinkwasserleitung wurde 2017 neu verlegt und saniert. Bei der  Verlegung der 1. Trinkwasserleitung  war Franz noch nicht auf dieser Welt, aber an die Brunnen in der Laaber Häusern kann ich mich noch erinnern.

Foto links zeigt  das Laaber Tor im Lainzer Tiergarten aus dem Jahr 2005. Auf der linken Seite des Weges ist  der Hochbehälter der Laaber Trinkwasserleitung zu sehen. Es ist dies ein  Hochbehälter aus den Quellen der Umgebung, um Laab nicht zu sehr mit dem Wasser der 2. Wr. Hoch Quellenwasserleitung abhängig zu machen. Er dient auch Druckbehälter um die Laaber von oben mit Trinkwasser zu versorgen. Das Jahr der Erbauung ist mir nicht bekannt. Vermutlich 1970?


Es war einmal Laaber Strandbad... Strandbad 2017

Franz erinnert sich an das ehemalige Weissenbergerbad in der Kolomangasse. Hier habe ich Brustschwimmen im Selbstkurs gelernt, ich musste vor Auguste Weissenberger eine Prüfung über mein Können ablegen und durfte dann ins Schwimmerbecken. Sehr beliebt waren bei der Laaber Jugend die nächtlichen kostenlosen Badeausflüge. Auguste vertrieb uns mit einem Besen. In diesem Bad war so fast alles verboten, schwimmen durfte man schon. Auguste legte Wert auf friedliche, Erholung suchende Badegäste. Auguste verstarb im Jahr 1981. Mein Sohn Michael (1965) kann sich noch an das Weissenbergerbad erinnern. 

Film mit Auguste Weissenberger. Diese DVD wurde mir von einer  Angehörigen der Familie Inge Heiss zur Verfügung gestellt. Danke!